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Welche Fragen du dir dringend stellen solltest, bevor du deinen Job kündigst - auch, wenn es dir gerade nicht gut geht

Trotz zahlreicher Initiativen zur Frauenförderung ziehen laut der McKinsey Studie “The Great Breakup” mehr Frauen denn je ernsthaft in Erwägung, ihren Arbeitsplatz zu wechseln oder aufzugeben. Hier meine Tipps für Frauen, die einen Jobwechsel in Erwägung ziehen.




Eine Einladung Deinen einzigartigen Weg zu gehen.


Im Trotz zahlreicher Initiativen zur Frauenförderung ziehen laut der McKinsey Studie “The Great Breakup” mehr Frauen denn je ernsthaft in Erwägung, ihren Arbeitsplatz zu wechseln oder aufzugeben. Die Unzufriedenheit rührt oft von einer immer noch unveränderten Arbeitskultur, die allzu oft immer noch weiß und männlich dominiert ist. Frauen fühlen sich gefangen in Monokulturen, die sich trotz aller Bewegungen für Gleichberechtigung nicht so schnell verändern, wie wir es uns erhofft haben.


Zu häufig hören wir immer noch dieselben Geschichten aus dem Alltag, oft auch von den progressivsten Unternehmen in unserer Zeit: Frauen, die immer noch aufgefordert werden, Protokolle zu führen oder Termine zu koordinieren, während ihre Ideen und Meinungen ungehört bleiben, bis ein Mann ihre Worte wiederholt.


Viele suchen dann nach Unternehmen mit einem besseren 'Purpose Fit' oder wechseln sogar zu einem NGO in der Hoffnung auf Besserung. Doch ist ein Jobwechsel und das sogenannte “Job Hopping” von einer toxischen Unternehmenskultur in die nächste eine Lösung? 


Vor einem radikalen Wechsel lade ich meine Klientinnen dazu ein, zu hinterfragen und neugierig zu sein, welchen Anteil sie selbst an der Situation haben, denn auch beim Job ist es manchmal ähnlich wie bei der Männerwahl, denn, wenn man Pech hat, landet man immer wieder bei “demselben” Typen, denn unterbewusste Muster sind hartnäckig. Vorweg: In manchen Fällen von gravierenden Grenzüberschreitungen und absoluten No-Go´s wie sexueller Belästigung, was erschrecken oft noch ganz und gäbe ist, ja auch noch bei Global Playern, oder offensichtlicher Diskriminierung, sollte man noch heute seine Sachen packen. In diesem Beitrag geht es auch nicht um das Thema “Fixing the woman”, es geht mir hier um die Grauzonen, Bereiche, wo eine intuitiv Frau weiss, dass es sich lohnen würde hinzuschauen, auch, wenn das manchmal mehr Angst macht, als einfach zu kündigen. 


Hier ein paar Leitfragen, um den Prozess der Klarwerdung zu beginnen: 


“Wann habe ich nicht gesagt, was ich brauche, um nicht zu riskieren, mich unbeliebt zu machen?” 


“Wann habe ich einen Fehler in einem Plan gesehen und ihn nicht angesprochen, aus Unlust in Diskussionen verwickelt zu werden.” 


“Wann habe ich “Ja” gesagt, was eigentlich ein “Nein” hätte sein sollen und warum?” 


Somit ist meine Empfehlung an Frauen an dieser Stelle, sich die Zeit zu gönnen und sich klar zu machen, was sie wirklich wollen, bevor Sie in die Jobhopping Falle treten und unnötig Zeit, Geld und Energie verschwenden. 


Wichtig ist es auch zu verstehen, dass wir im Prozess dieser Bewusstseinsarbeit eher auf die rechte als linke Hirnhälfte angewiesen sind, denn hier geht es darum, in uns zu lauschen, anstatt Antworten im Außen zu suchen. 


"Solange wir nicht verstehen, was uns innewohnt, können wir nicht verstehen, was draußen ist”

Anita Moorjani


Hier sind fünf Tipps, wie Du die Phase des Klarwerdens gestalten kannst, um beginnen, herauszufinden, was du wirklich willst, bevor Du Deinen Exit machst: 


1. Lerne auf Deinen Körper zu hören:


Wenn du dich überreizt fühlst, nicht offen für neue Ideen oder Zusammenarbeit mit anderen, ist das ein Warnsignal. Lerne wahrzunehmen, wann Du spürst, dass Dein Körper Dir Grenzen aufzeigt und lerne es Grenzen zu setzen. In meiner Arbeit beginne ich damit, die Frauen für ihren Zyklus und die natürlichen Hormonschwankungen zu sensibilisieren, denn diese geben uns einen tollen Zugang für die erste, eigene  Selbstdiagnose. 


Hier der Link zu meinem Online Kurs “InnerCycle” für mehr Bewusstsein für die weiblichen Zyklen auf der Arbeit oder dem kostenlosen Zyklus Tracker: LINK


2. Aktiviere Deine rechte Gehirnhälfte:


 Die rechte Gehirnhälfte ist zuständig für Kreativität, Intuition und emotionale Verarbeitung – alles Schlüsselelemente, um sich selbst besser zu verstehen und neue Perspektiven zu gewinnen. In meiner Praxis unterstütze ich Frauen dabei, diese Seite ihres Gehirns zu aktivieren und zu nutzen. Dies kann durch kreative Aktivitäten wie Kunst, Musik oder freies Schreiben geschehen. Auch Achtsamkeitsübungen und imaginative Techniken, die ich in meinen Workshops anbiete, helfen dabei, Zugang zu tieferliegenden Gedanken und Gefühlen zu finden. Diese Prozesse ermöglichen es, über den rationalen Verstand hinauszugehen und tiefer in die eigene Persönlichkeit einzutauchen, was für das Wachstum und die persönliche Entwicklung essenziell ist.


3. Halte Deine Ideen fest und bringe sie in die Welt:


Ob du sie aufschreibst oder handwerklich umsetzt, bringe deine Gedanken aus dem Kopf in die Welt. Es muss kein großes Projekt sein, solange Du es vom Anfang bis zum Ende durchziehst.


4. Gestalte Deine Vision: 


Zusammen mit meiner Freundin und Geschäftspartnerin Julia Loder gestalte ich bereits im fünften Jahr mein Vision Board zu Beginn des Jahres. Wir tun dies in einer Gruppe von Frauen aus meinem Netzwerk, was immer eine kraftvolle Erfahrung ist. Deine Vision sollte immer klar sein, nur so kannst Du Deinen inneren Kompass trainieren. Du wirst überrascht sein, was in Dir steckt. 


5. Halte Deine Versprechen an Dich selbst:


Es ist einfach, inspirierende Texte zu lesen oder Role Models anzufeuern. Aber es ist wichtiger, die innere Stimme zu hören, und ihr vor allem zu vertrauen - sie sollte sagen: : "Ich bin okay, das wird schon". Finde Verbündete für deinen Weg und deine Selbstermächtigung. Komm ins Tun. 


Wenn du diese Schritte gehst, wirst du vielleicht feststellen, dass du deinen Job gar nicht kündigen musst, um mehr du selbst zu sein. Stattdessen könntest du beginnen, Veränderungen von innen heraus zu bewirken, die dich in deiner aktuellen Position stärken und dein Umfeld zum Positiven verändern. Letztlich geht es darum, eine Umgebung zu schaffen, in der du gehört wirst und deine Talente voll entfalten kannst, ohne deine Authentizität zu verlieren.


Der Schlüssel liegt darin, zu verstehen, dass wahre Veränderung und Zufriedenheit von innen kommt. Es ist ein Prozess des Lernens, der Selbstreflexion und des Wachstums. 


Wenn wir lernen, uns selbst treu zu bleiben und unsere Bedürfnisse zu artikulieren, finden wir oft, dass die Veränderung, nach der wir suchen, viel näher ist als gedacht.

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